Das Berliner Original

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Führung zu Pfingsten

In Kiezspaziergänge on Mai 25, 2020 at 10:39 am

Seit 25. Mai 2020 sind endlich wieder Führungen, unter Wahrung der Abstandsregeln, möglich. Meine erste Tour nun ist:

Sonntag 31. Mai – 14 Uhr – Führung über die Friedhöfe in der Greifswalder Straße und am Prenzlauer Tor – Treffpunkt ist vor den Friedhöfen in der Greifswalder Straße 229 – 234
Dauer ca. anderthalb Stunden

Denken Sie bei der Tour an die Abstandsregeln!

Mindestteilnehmerzahl pro Tour: zwei Personen!

Preis: Spende in den Hut (Geben Sie mir was in die Mütze)

Buchen Sie mich nach der Corona-Krise als Ihren privaten Stadtführer für Ihre Geburtstags-, Firmen-, oder Weihnachtsfeier für individuelle Touren durch den Prenzlauer Berg, Bar oder auf Rechnung bei jedem Wetter … Anfragen unter r.gaensrich@gmx.de

Sendungen 25.5. – 31.5.2020

In Radiosendungen on Mai 25, 2020 at 10:31 am

Donnerstag 13 – 14 Uhr OKbeat bei http://www.alex-berlin.de, Gast / Thema am Telefon Maik Marx – Unternehmensberater > wie kann man kleinen Unternehmen in der Corona-Krise helfen?

Dienstag / Mittwoch 23.00 Uhr bis ca. 00.40 Pommes rot weiß auf http://www.rockradio.de

Donnerstag 13 Uhr Pommes rot weiß featuring OKbeat – Wiederholung der Sendung vom 24.10.2019 – Live-Musik mit Lennard Bertzbach & Band

Sendungen 18. – 25.5.2020

In Radiosendungen on Mai 18, 2020 at 9:32 am

Donnerstag 13 – 14 Uhr OKbeat bei http://www.alex-berlin.de, Gast / Thema am Telefon: Nora Kudrjawizki – wegen des Himmelfahrt hat alex-berlin sein Haus geschlossen. Der OKbeat kommt deshalb via Pommes rot weiß und Rockradio direkt aus meiner Küche zu Euch!

Dienstag / Mittwoch 23.00 Uhr bis ca. 00.40 Pommes rot weiß auf http://www.rockradio.de

Donnerstag 13 Uhr Pommes rot weiß featuring OKbeat – parallelaustrahlung mit alex-berlin auf http://www.rockradio.de

Sendungen 11. – 17.5.2020

In Radiosendungen on Mai 11, 2020 at 9:12 am

Donnerstag 13 – 14 Uhr OKbeat bei http://www.alex-berlin.de, Gast / Thema am Telefon: Nora Kudrjawizki

Dienstag / Mittwoch 23.00 Uhr bis ca. 00.40 Pommes rot weiß auf http://www.rockradio.de

Donnerstag 13 Uhr Pommes rot weiß featuring OKbeat – Wiederholung der Sendung vom 31.10.2019 – Live-Musik mit Thom-Thom (Geige) & Angelo (Drums)

8. Mai 2020

In Texte on Mai 8, 2020 at 5:17 pm

Am 8. Mai können wir den 75. Jahrestag der Befreiung vom Hitler-Faschismus und das Ende des II. Weltkriegs in Europa feiern. Im pazifischen Raum kapitulierte Japan erst am 2. September. … und vom Faschismus sind wir leider auch noch nicht befreit, wenn man in die Köpfe mancher Menschen schaut.

Wie war denn die Lage in unserem Abteilungsgebiet vor 75 Jahren?

Am 21. April 45 überschritt in Berlin-Kaulsdorf die Rote Armee die Stadtgrenze von Groß-Berlin, am 25. April stellte die S-Bahn ihren Betrieb ein, … quasi als man von der Ost- zur Westfront mit der Ringbahn fahren konnte. Zur selben Zeit wurde die Strom-, Gas- und Wasserversorgung eingestellt. Die etwa zweieinhalb Millionen Zivilisten in Berlin verkrochen sich bei Kerzenschein in dunkle Keller, Kinder, Frauen und Männer, die bereits zu alt für den „Volkssturm“ waren (älter als 65). Prenzlauer Berg und das Brunnenviertel im Wedding waren bei den alliierten Bombenangriffen relativ glimpflich weggekommen. Es waren Fenster und Türen kaputt, die Dächer waren abgedeckt, aber es standen noch etwa neunzig Prozent der Häuser. Der Grund dafür war, daß es im Humboldt- und im Friedrichshain Flakbunker gab, die dieses Gebiet relativ gut schützten. Am 2. Mai 45, nur Stunden vor der Kapitulation Berlins, wurde nicht nur der Nord-Süd-S-Bahntunnel unter dem Landwehrkanal gesprengt, sondern durch die Wehrmacht auch noch ein ganzer Häuserblock Danziger / Kniprodestr. (die heutige Werneuchener Wiese), um mit der Flak auf die vorrückende Rote Armee zu schießen.

Deshalb umging diese weitgehend den Prenzlauer Berg. Etwa fünfzehn Prozent der Häuser sind in diesen letzten Kriegstagen noch zerstört worden. In der jüdischen Synagoge befanden sich Pferdeställe, in der Kulturbrauerei war ein Waffenlager der SS, in den Brauereikellern waren Funkgeräte durch Zwangsarbeiter hergestellt worden und dort lagerten, verschlossen, Lebensmittel. Die Versorgungslage der Berliner soll in den letzten Kriegswochen noch relativ gut gewesen sein, weil man noch immer auf Lebensmittel-Kriegsbeute zurück greifen konnte. Trotz der Kapitulation Berlins am 2. Mai gingen die Kämpfe noch mindens bis zum 3.Mai weiter. Am 7. Mai versuchten Einheiten französischer und rumänischer Waffen-SS durch die Keller in der Pappelallee zu fliehen, um von der Uckermark aus den Kampf weiter zu führen. Wie weit diese Einheiten kamen, ist nicht bekannt.

Die Städtische Gasanstalt, die sich dort befand, wo heute der Thälmannpark ist, war trotz des sogenannten „Nero-Befehls“ durch die Wehrmacht bei ihrem Rückzug nicht gesprengt worden. Die Fabrik, die sich dort befand, wo heute die Goldpunktpassage ist, war zum größten Teil zerschossen. Die allermeisten Häuser, die sich zwischen Ringbahn und Ostseestraße befanden, blieben weitestgehend unversehrt. Das Gewerbegebiet an der Prenzlauer Allee zwischen Ringbahn und Erich-Weinert-Straße war weitgehend intakt. Auf dem Stück bis zur Ostseestraße gab es noch ein paar Kleingärten, aber das Gebiet war ohnehin schon für eine Wohnbebauung vorgesehen. Bis auf die Häuser auf der Nordostseite der Storkower Straße, war das der gesamte Mühlenkiez Kleingärten. Die Zwangsarbeiter im Gaswerk waren in Baracken untergebracht, die dort standen, wo heute der Trümmerberg im Anton-Saefkow-Park ist.

Die letzten Kriegsschäden an Häusern werden derzeit in der Grellstraße beseitigt.

Das einzige, was erstaunlicher Weise in dieser Zeit noch existierte, war das Telefonnetz in Berlin.

Der letzte Wehrmachtsbericht wurde vom Sender Flensburg am 9. Mai 45 ausgestrahlt. Bereits am 13. Mai 45 sendete aus aus einer Relaisstation zwischen dem Funkhaus in der Masurenallee und dem Sender Tegel mit „Radio Berlin“ (dem direkten Vorgänger des Berliner Rundfunks) der erste Nachkriegsrundfunk.

Durch Berlin irrten in jenen Tagen Ausgebombte, Flüchtlinge aus Ostpreußen und Schlesien, ehemalige Zwangsarbeiter und KZ-Insassen, einst in die Illegalität abgetauchte Personen wie z.B. der spätere Quizzmaster und RIAS-Urgestein Hans Rosenthal, in die Illegalität getriebene Sozialdemokraten und Kommunisten. Die Anlagen des ÖPNV und für den Güterverkehr, die Brücken, Fabriken, Hafenanlagen, Strom-, Wasser- und Gasleitungen waren größtenteils zerstört, Straßen wegen der Trümmer und Granattrichter kaum noch befahrbar. Auf dem ehemaligen Friedhof der Freireligiösen Gemeinde zwischen Pappelallee und Lychener Straße sind Massergräber für die in den letzten Kriegstagen Umgekommenen.

Wir wurden am 8.Mai 45 wirklich befreit!

Sendungen 4. – 10.5.2020

In Radiosendungen on Mai 4, 2020 at 2:50 pm

Donnerstag 13 – 14 Uhr OKbeat bei http://www.alex-berlin.de, Gast / Thema am Telefon: Black International Cinema mit Infos zu ihrem diesjährigen Filmfestival

Dienstag / Mittwoch 23.00 Uhr bis ca. 00.40 Pommes rot weiß auf http://www.rockradio.de

Donnerstag 13 Uhr Pommes rot weiß featuring OKbeat – parallelaustrahlung mit alex-berlin