Das Berliner Original

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… immer wieder Tina …

In Texte on Juli 29, 2013 at 11:01 am

Immer wieder Tina
… quasi die Einleitungsstory zu den Kurzgeschichten usw.

Rolf Gänsrich am 24./25.1.06
Kleine Überarbeitung 13.3.09

In den meisten meiner Geschichten heute taucht eine Tina auf! Wohingegen in meiner OKB-Hörfunksendung Okbeat früher immer Antje aufgetauchte. Schon immer mal wollte ich das klarstellen, warum!
Ich hab keine Ahnung, wer Tina ist! Habt ihr sie vorhin draußen nicht gesehen?

Vor Jahren gab es mal diese saublöden Blondinen-Witze. Ich fand die nie komisch. Die meisten dieser Dinge hatte ich erlebt, … mit Antje!
Jede Antje, die ich kannte … und es waren einige …, war großbusig, blauäugig, hatte eine blonde Lockenmähne und, ich kann es nur wiederholen, Antje hatte immer eine mächtige Oberweite. Ein Traum … für jeden Schwanz gesteuerten Mann und alle Männer sind irgendwie Schanz gesteuert, glaubt es mir! Also, Antje existierte wirklich! Eine Anti-Je … Anti-Je … wie ich immer sagte, weil … eigentlich lebten sie immer gegen sich und ihre Umwelt … also eine Antje arbeitet bei der BfA und macht irgendwo Haken, oder auch nicht, eine Antje arbeitete in der Qualitätskontrolle bei irgendeiner Zeitung … ich glaube, sie zählte die Anzahl der Seiten, eine arbeitete als Putze bei einem Symphonie-Orchester … und … ähm … zählte dort die Saiten, über eine schweige ich insgesamt und über die anderen beiden Antjes lege ich lieber den lauen Mantel des Schweigens, denn der Sex mit diesen beiden war so saugut … … und ihr kennt ja sicherlich diesen uralten Spruch über die geistigen Qualitäten der Leute und deren Sex-Qualität!
Ja, ja … Dumm fickt gut!

Und immer, immer verliebte ich mich ausgerechnet in Antje! Antje wechselte ihre Lover meist häufiger, als ich meine Unterwäsche. Nie kam ich dahinter, warum Anje, egal welche, nicht kochen konnte, … selbst Kaffeewasser im Teekessel auf dem Herd ließ sie anbrennen. Oder die sinnige Frage auf der Landstraße, sie am Steuer ihres nagelneuen Polo: “Sag mal, Rolf, muss ich beim runterschalten auch einen Gang einlegen?” … Oder als wir uns bei einem Wochenendausflug auf Schloss Stolzenfels ein Zimmer nahmen und ich staunte: “Wow! Was für eine riesige Bibliothek!” Und sie darauf sagte (Stimme verstellen!): “Ja, und alles voller Bücher!”
Das war Live!
Was ist der Unterschied zwischen einer Antje, die ihre Tage hat und einem Terroristen? Mit einem Terroristen kann man verhandeln!
Antje hatte von nischt eine Ahnung und war selten mal zufrieden. (Stimme verstellen): “Eh kieke mal, der Kavier muss schon voll schlecht sein, eh … der ist ja schon voll schwarz … eh!”
Aus diesen Gründen tauchte im Okbeat immer wieder “meine Freundin Antje” auf.  Antje war immer eine Inspiration für schlechte Witze und das bitterböse Pendant zu Lord Knuds “Mein Freund Detlef hat gesagt …”!

Als ich dann mal für einen Text eine wirklich nette Frau als Inspiration suchte, kam mir als erstes Andrea in den Sinn! Andrea hieß meine erste echte Jugendliebe … Andrea aus Finkenkrug bei Falkensee! Ich war vierzehn und sie zwölf  … und wir knutschten mächtig hinter den Brombeerbüschen in Nachbars Garten. Andrea hatte schon damals eine tolle Oberweite, hatte grüne Augen und einen festen Freund, aber am Wochenende waren wir ein Paar!
Es war ein schöner Sommer, damals 1975. Mariannchen sang “Er gehört zu mir” in meinem laut plärrenden Kassettenrecorder, auf den Stoppelfeldern hinter Nachbars Garten jagten wir Kaninchen und im herbstlich bunten, angrenzenden Wald spielten wir verstecken, fangen und … knutschen!
Die erste große Liebe hielt einen Sommer lang.
Erstaunlich war, kurz vor Weihnacht 1975 bekamen wir in unsere Klasse, ich war damals in der 8-A der Nicolai-Bersarin-Oberschule in Hohenschönhausen, eine neue blonde Andrea mit grünen Augen. Umgehend verliebte ich mich in sie! Wir tauschten damals West-Kaugummibilder, hielten Händchen in der Schuldisco, bei der ich auflegte und gelegentlich durfte ich auch mal ihre Brust sehen.

Das ganze hielt ein halbes Jahr, dann zog ihre Familie erneut um … nach Rostock … ihr Vater war Reichsbahner. Seitdem habe ich mich von Andrea ferngehalten … egal welche. Andrea ist wie eine heilige Kuh, die man nicht anrührt. Die erste große Liebe ist heilig, weil sie noch unverdorben und so gewaltig ist. Deshalb taucht Andrea in meinen Geschichten nie auf.

Ganz anders ist es mit Tina! Tina ist eine geniale Kurzform für Martina, Christina, Bettina, Christine, Cortina und so. Noch vor Andrea war ich unsterblich in eine Christina verknallt. Ihr kennt den Amiga-Schlager aus den 50-ern von Fred Frohberg: “Du bist meine geliebte Bambina, oh Christina, oh Christina!”? Im Gegensatz zu den Mädchen, die nach DDR-Margarinesorten benannt waren, wie Sonja oder Marina, hatte deshalb Christina etwas Weltoffenes, fernes, unerreichbares an sich. Christina war unser Klassenprimus und unsere Gruppenratsvorsitzende. Als ich wegen eines Blinddarmdurchbruches von Neujahr bis zu den Winterferien 1972 nicht zur Schule gehen durfte, brachte Christina mir Unterrichtsstoff und Hausaufgaben heim und manchmal, wenn ich sie nicht zu sehr anhimmelte, brachte sie mir sogar etwas bei.

Ich verkneife es mir jetzt Marina, Anna, Birgit 1 & 2, Anja, Nachona, Ines und Inez, Annett, Heike, Imke und wie sie alle hießen, aufzuzählen. Durch diesen ersten Anti-AIDS-Werbe-Jingle wurde ich erstmals wieder auf Tina aufmerksam, in dem Hella von Sinnen an der Kasse eines Supermarktes den hochroten Ingolf Lück abkassiert und an der entscheidenden Stelle laut fragt: “Tina! Wat kosten die Kondome?”

Meine Tina existiert nicht wirklich. Peters Frau wird zwar so genannt … eine ganz liebe … oder Tina, die Frau von Kaso …  und auch die niedliche, nette Masseurin aus der Rückenschule in der Senefelder Strasse. Meine Tina jedoch ist ein echtes Produkt meiner eigenen Phantasie. Tina ist ‘ne ganz nette, ‘ne ganz “taffe”, die mitten im Leben steht, mit all ihren Fehlern, die sie noch netter machen. Sie ist sehr gebildet, sehr emanzipiert, manchmal ein klein wenig dominant und strahlt von innen. Also doch ‘ne kleine Anspielung an die drei Tina’s. Meine Tina ist kuschelig, hat eine warme Stimme und sie kennt mich in und auswendig, weil sie mich durchschaut hat. Sie ist ein winziges Stück Mutterersatz, ein etwas größeres Stück “geile Schlampe” und der größte Teil von ihr ist der beste Kumpel, den ein Mann je haben kann. Mit Tina kann man Pferde stehlen, toll kuscheln und sie macht mich überhaupt nicht nervös.
“Tina”, als Sammelbegriff für all meine netten Frauen einzusetzen, soll so quasi mein genialer Kunstgriff sein, um möglichst viele Leute anzusprechen. Ich wette, fast jeder von uns kennt irgendeine Tina persönlich, und diese Tina ist IMMER nett.

Wie meine Tina aussieht, weiß ich nicht! Ich weiß nicht, was sie am liebsten ißt und trinkt oder welchen Beruf sie hat, in welche Kneipen sie geht oder wie alt sie ist. … Ich weiß es nicht! Aber ich weiß, sie ist dort draußen und sie wartet nur darauf, wieder in meiner nächsten Geschichte aufzutauchen.

Immer wieder Tina!

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Führungen am 3. + 4. August

In Kiezspaziergänge on Juli 29, 2013 at 10:49 am

… mit einem Urberliner unterwegs …

  • „Mauserspechte“- Samstag ab 14:00 Uhr – Treffpunkt: Vor der “Meldestelle” in der Pappelallee 1 – Ecke Schönhauser Allee – es geht über Kastanienallee und Oderberger Straße Richtung Bernauer Straße
  • Weltkulturerbe Taut-Viertel am  Sonntag – Treffpunkt 10 Uhr gegenüber vom S-Bf. Greifswalder Str. in der Supermarktauffahrt – einmal quer über das ehemalige Gaswerksgelände bis zur Ecke Greifswalder / Danziger Str.
  • Kollwitzkiez am Sonntag – Treffpunkt  14.00 Knaackstr / Danziger Str – es geht in den Kollwitzkiez hinein – geendet wird am U-Bf. Senefelder Platz
  • Sonderführung: Sonntag Treffpunkt 17 Uhr vor der „Galerie 100“ – Konrad-Wolf-Str. 100 – kleine Hohenschönhausentour

Kosten: Spende in den Hut!

alle Touren ohne Anmeldung!

OKbeat – die Kultsendung

In Radiosendungen on Juli 29, 2013 at 10:38 am

am 1.August um 13 Uhr bei „alex auf 88vier“

Jaja Verlag im Radio
Der Jaja Verlag erklärt sich selbst bei OKbeat !
Die Verlegerin Annette Köhn ist eingeladen und die wird aus dem Nähkästchen plaudern. 

Es geht um kommende Events und Publikationen und speziell das Crowdfunding für das Comicbuch „Leto“ der Verlegerin, das nun nur noch zwei Wochen läuft!
Wortkräftig unterstützt von Elisabeth Wirth, die ein wenig aus „Die Sehnsucht ist ein Anderer“ vorliest und Ulrike Jensen, die den Senkrechtstarter „Mit dem ABC durch Berlin“ illustriert hat. Und auch Klaus Cornfield wird die Sendezeit mitgestalten, mit einem Liedchen aus seinem Repertoire und aus „Luna+Luna“, seinem im Jaja Verlag erschienenen Comicbuch für Kinder werden wir eine Episode experimentell vorlesen.
Dazu und dazwischen Lieblingsmusik der Gäste.

Die Playlist meiner geplanten musikalischen Einrahmung folgt hier bis zur Sendung

Co-Moderation der Sendung: Alexandra Wolff

OKbeat-Praktikant: Michael Fielsch

Ideale

In Texte on Juli 23, 2013 at 6:04 pm

… zwar schon älter, aber noch immer aktuell …

Rolf Gänsrich am 6.11.07

 

So sah meine Lebensplanung, als ich mit siebzehn die 10.Klasse verließ, einst aus:

Ich wollte zuerst meine Lehrausbildung ordentlich abschließen, dann, als Pflichtübung, meine achtzehn Monate Grundwehrdienst bei der Armee abdienen, dann richtig in den Beruf einsteigen, das ABI an der Abendschule nachholen, dann Ingenieur oder Doktor werden.

Irgendwo so zwischen ABI-Ende und Ingenieursstudium würde ich meine heiß geliebte Tina kennenlernen, um dann so mit vierundzwanzig, fünfundzwanzig meine heiß ersehnte Andrea zu ehelichen. Wir würden uns ein Haus kaufen in Leegebruch, Köpenick oder Eichwalde, hätten zwei ordentliche Kinder und würden zusammen alt werden.

So mein Plan!

Aber irgend etwas ging ziemlich schnell schief. Es begann damit, dass noch in der Lehre Andrea-1 aus meinem Leben verschwand, dass ich erst mit vierundzwanzig zur Armee kam und mich da unbedingt Marina heiraten wollte und ich meinerseits hinter Andrea-2 hinter her war, wie der Deibel hinter’m Weihwasser, die aber ihrerseits schon mit einem Tino verheiratet war.

 

Heute weiß ich garnicht, ob ich so ein Leben überhaupt gewollt, … verkraftet … hätte. Wie sähe denn dann mein Leben jetzt aus?

 

Ich würde jeden Montagmorgen, noch mit Kreuzschmerzen vom ackern am eigenen Haus, in die Knochenmühle „Job“ fahren.

Jeden morgen, Montag bis Freitag, um sechs aufstehen, rasieren, waschen, Andrea wecken und ab mit dem Auto in den morgentlichen Stau.

Andrea stände nach mir auf, machte die Kinder fertig und stünde dann auch im Stau.

 

Auf Arbeit, noch bevor mich der Chef zum erstenmal an diesem Tage „rund macht“, dann das Frühstück, bestehend aus zu heißem Kaffee und einem belegten Brötchen aus der Kantine. Nachdem mich der Chef dann noch so vier- bis fünfmal runtergemacht hat und nach dem ich zwei unvergessliche Minuten im Sekretariat vom Chef mit seiner Tina, verbracht habe, die natürlich ein viel heißerer Feger ist, als meine hausbackene Andrea, gibt’s in der Kantine das zwar warme aber nicht wohlschmeckende Mittagessen, dann nochmals so zwei bis drei Anschisse vom Chef und schließlich besteige ich meine Auto, stehe im Stau und bin genau eine halbe Stunde nach Andrea, die sich mittlerweile um die Hausaufgeben der Kinder gekümmert hat, zu hause.

 

Am Montagabend schauen wir dann noch gemeinsam „Kommissar Rex“, pennen aber beide noch vor der Glotze, mitten in einer Werbepause, ein.

Am Dienstag ist Elternabend in der Schule oder wir holen die Kinder von einem Kindergeburtstag in der Gegend ab, wechseln drei nette, unverbindliche Worte mit anderen Eltern und schlafen bei „Deutschland sucht den Superstar“ vor dem Fernseher ein.

 

Mittwoch zum Abendessen kommen im wechsel ihre Eltern, meine Eltern, ihre arbeitslose Schwester oder mein armer Bruder, denn man will ja innerhalb der Familie auch eine Gute Tat vollbringen … möglichst regelmäßig … , bevor wir bei „Rosamunde Pilcher“ einschlafen.

 

Donnerstags kommt eh nur Dreck im Fernsehen, also machen wir, wie schon letzte Woche und die Woche davor, also eigentlich schon so lang wir uns kennen, machen wir es immer Donnerstags…. Donnerstag gibt’s Sex zwischen Andrea und mir, … aber auch dabei schlafen wir ein. Und einmal im Monat ist sowieso Pause.

 

Freitagabend schließlich wird gebadet. Erst die Kinder, dann Andrea und schließlich ich, und wenn das Wasser dann noch warm wäre, würd‘ ich direkt in der Wanne einschlafen! So jedoch muss ich mit dem Schlafen bis „Wer wird Millionär“ warten.

 

Samstag ist dann der Hausarbeitstag in Familie. Erst stehe ich auf, dann die Kinder und endlich auch Andrea. Gemeinsam wird gefrühstückt. Gemeinsam fahren wir dann zu Aldi, zum Baumarkt und zur Tanke.

Gemeinsam fahren wir zum Mittag zu McDonalds, gemeinsam wird dann das ganze Haus und die Autos geputzt.

Bis zum späten Nachmittag haben wir dann so viel Zeugs gemeinsam gemacht, dass uns die Gemeinsamkeit allmählich auf die Nerven geht und wir uns auf die Gartenparty freuen, die entweder bei uns oder Nachbarn oder Bekannten statt findet, zu der man aber natürlich gemeinsam geht, denn wir sind schließlich eine Familie.

Es gibt natürlich Holzfällersteaks vom Grill und die Männer trinken ihr Warsteiner oder Radeberger, seltener ein Schultheiß, während die Damen am Rotwein nippen, denn sie sind es, die ihre Bagage nach der Party nach hause fahren müssen.

Die Männergespräche drehen sich um PS, Drehzahlen und Hertha, die Frauen unterhalten sich über die Angebote bei Schuhen und Blusen.

 

Gemeinsam unterhält man sich dann über Gigahertz, Gigabite, gedownloadete Filme oder Musik.

Es geht nur selten um Kindererziehung, dafür um so häufiger um Klingeltöne, Telefonanbieter, Anleger-Depots der Banken, den schicken, aber ihr unmöglich stehenden Pulli von Sylvia, um die nächste Reise, um den letzten Urlaub in Thailand oder auf den Kanaren, dass immer alles teurer wird oder welcher Hit auf Viva besser ist, der „Dumm-Dummm-Dumm“ oder der „Wumm-Wumm-Wumm“.

Wenn alle abgefüllt und gesättigt sind, wird die Party beendet. Man fährt in Familie gemeinsam nach haus oder macht, wenn die Party bei uns war, noch gemeinsam den Abwasch, bevor man bei „Der Schrecken des Grauens“ gemeinsam einschläft.

 

Am Sonntag ist dann gemeinsames faulenzen in Familie angesagt. Erst stehen die Kinder auf, dann ich und ganz zum Schluss Andrea.

Nach dem Frühstück, nicht ohne Sonntags-Ei, widmet man sich leichten Arbeiten. Andrea macht die Papiere, die in der Woche angefallen sind, die Kinder dürfen, leise, spielen und ich verkrümel mich in die hinterste Ecke des Gartens, wo ich mit dem netten Gartennachbarn, er mit einer Hacke, ich mit einem Spaten bewaffnet, heimlich und von unseren Frauen unbemerkt, so glauben wir, ein Bierchen trinken, um nicht alles gemeisam in Familie zu machen.

 

Das gemeinsam zubereitete Mittagessen ist gute, deutsche Hausmannskost frisch aus der Tiefkühltruhe. Nach dem Essen gönnen Andrea und ich uns ein kleines Nickerchen, sie auf der Couch im Wohnzimmer, ich auf dem Liegestuhl im Wintergarten, während die Kinder, leise, spielen.

Aber schon zum Kaffee, punkt fünfzehn Uhr, erwarten wir dann Oma, Opa und Ur-Oma!

Nachdem auch dieser Besuch vorüber ist, widmen wir uns nun nochmals intensiv bis zum Abendessen unseren Kindern und ihren Hausaufgaben, die sie über das Wochende zu erledigen hatten.

Allmählich freue ich mich schon wieder auf Montag, auf meinen Chef, auf den Anschiss, jenseits familierer Gemeinsamkeiten und Harmonie, bevor Andrea und ich, gemeinsam beim Tatort einschlafen.

Dabei träumen wir vom nächsten Urlaub, auf den wir schon sparen. Vom gemeinsamen Bad in der Südsee, ich mit Tina, Andrea mit irgendso einem Insulaner, hauptsache sie lässt mich in Ruhe. …

Und wir sparen nicht nur auf den nächsten Urlaub, sondern auch noch auf den größeren Zweitwagen für Andrea, auf die Jugendweihegeschenke, auf den größeren Rechner, die bessere Spielekonsole, auf das neue Dach für den Geräteschuppen und natürlich für unsere Altersvorsorge.

……………………………………..

Ich weiß nicht. Ich bin jetzt zwar oft alleine, für meinen Geschmack meist zu oft, aber ich habe keinen Chef, der mich tyrannisiert, ich stehe auf, wann ich will, ich arbeite an dem, was mir spaß macht, bin fast jeden Abend irgendwo in der Stadt noch unterwegs, kann faulenzen, wann ich will und vor allem schlafe ich nicht schon bei der Tagesschau zum ersten male ein. Für viele wäre das Leben, das ich jetzt führe, sehr aufregend. … für mich ist es normal. Hätte ich mein Leben nach meinem ursprünglichen Plan gelebt, wäre ich nicht nur schon längst Opa, sondern innerlich auch schon längst tot.

 

Führungen am 27. + 28.Juli

In Kiezspaziergänge on Juli 22, 2013 at 10:43 am

… mit einem Urberliner unterwegs …

  • „Sommer vor’m Balkon – Samstag ab 14:00 Uhr – Treffpunkt: Vor der “Meldestelle” in der Pappelallee 1 – Ecke Schönhauser Allee – es geht in den Helmholtzkiez
  • Weltkulturerbe Taut-Viertel am  Sonntag – Treffpunkt 10 Uhr gegenüber vom S-Bf. Greifswalder Str. in der Supermarktauffahrt – einmal quer über das ehemalige Gaswerksgelände bis zur Ecke Greifswalder / Danziger Str.
  • Kollwitzkiez am Sonntag – Treffpunkt  14.00 Knaackstr / Danziger Str – es geht in den Kollwitzkiez hinein – geendet wird am U-Bf. Senefelder Platz

Kosten: Spende in den Hut!

alle Touren ohne Anmeldung!

OKbeat – die Kultsendung

In Radiosendungen on Juli 22, 2013 at 10:41 am

am 25.Juli um 13 Uhr bei „alex auf 88vier“

zu Gast ist die Lautmalerin Miriam Bohse

Eine Playlist von mir gibt es heute wegen des Musikers nicht.

Co-Moderation der Sendung: Alexandra Wolff

OKbeat-Praktikant: Michael Fielsch

1000 Gründe, mit Tina nie auszugehen

In Texte on Juli 22, 2013 at 10:37 am

Rolf Gänsrich am 27./30./31.10./1.11.06

Ich habe nicht gerade einen Schlag bei Frauen. Warum, weiß ich nicht. Früher war ich hässlich, heute bin ich dick und alt … und wohl immer noch häßlich. Aber das mag wohl auch ganz andere Gründe haben. Jahrelang stand mir wahrscheinlich auf die Stirn geschrieben: „Bin Single! Will Sex!“ Vielleicht sind aber auch einfach nur MEINE Ansprüche zu hoch.

Da ich bei Frauen immer nicht für viel länger als für zweieinhalb (2 ½) Jahre lande, schoß mir in den kurzen Zeiten zwischen einzelnen Frauen auch schon mal der Spruch „Ein bischen Bi schadet nie!“ durch den Kopf, aber schon beim An-Denken im Zehntel-Sekunden-Bereich an Sex mit einem … iiiihhhh … Mann …. iiiiihhhh … schüttelt es mich vor Ekel! Weiß ich doch, dass …. iiiihh …. Männer nur Sex …. iiiihhh … wollen. Und so kam es zum Glück nie dazu.

Seit einiger Zeit nehme ich Blutdruck senkende Medikamente. Die senken alles, … auch den Blutdruck. Und der Druck auf „Sex mit einer Frau“ ist damit auch gesunken. Deshalb weiß ich nicht mehr so genau, was ich mit einer Frau noch so anstellen sollte!

Was sollte eine Frau in MEINEM Haushalt?

Ich koche gut und schmackhaft, nicht umsonst werde ich immer fetter, ich kann Strümpfe stopfen, mit einer Waschmaschine umgehen, den Staubsauger bedienen und wenn es drauf ankommt, bügle ich sogar meine weißen Hemden!

Also, wozu brauchte ich in meinem Haushalt eine Frau?

Für die wenige heiße Luft, alle vier Wochen, habe ich eine Adresse bei einer gewissen „Chantal“, die je nach meinem Geldbeutel entweder einen Hausbesuch bei mir macht, oder die ich in einer kleinen, netten Apartmentwohnung in der Prenzlauer Allee aufsuche. Chantal hat all das, was ich an anderen Frauen bemängle. Sie nörgelt nicht an meiner Feinrippunterwäsche, sie will mit mir nicht „Verliebt in Berlin“ sehen, sie legt nicht Grönemeyer oder Maffay auf und vor allem verwöhnt sie mich nicht mit ihren „Kochkünsten“. Ich brauche auch nicht ihre Kinder oder gar ihre Eltern kennenzulernen und ich steh ihr auch nicht bei IHRER Hausarbeit im Weg, denn ich poliere nach dem Abwasch keine Gläser, wische AUF den Schränken nur einmal im Jahr Staub und meine Wäsche sortiere ich nicht nach Weiß-, Bunt- und Handwäsche und auch nicht nach „riecht“ und „riecht schon, ist aber noch tragbar“, sondern ich wasche täglich gemischte Wäsche, bei 30° oder 40° im Kurzwaschgang mit halber Schleuderleistung, gut feucht, damit sich die Falten bei der Wäsche im nachhinein aushängen und ich nicht zu häufig im Jahr zu bügeln brauche.

Mein Tipp an alle Frauen: Wenn ihr euren Mann verwöhnen wollt, dann kommt nackt und bringt Essen mit, … aber bitte nichts selbst gekochtes! Meine gute Kumpeline Peggy ist die einzige Frau in meinem Bekanntenkreis, die wirklich kochen kann! Einzig bei Peggy hab ich auch jemals verstanden, was für Männer Frauen suchen, denn sie hat so ein seltenes Exemplar abbekommen, das wohl nicht irgendwie mangelhaft oder zweite Wahl ist. Ihr Mann sieht gut aus, ist witzig, so intelligent, dass selbst ich mich mit ihm unterhalten kann, arbeitsam, handwerklich begabt, hilft im Haushalt, trinkt nicht, raucht nicht, hat einen Job aber keine Kumpels und er ist ständig um Peggy besorgt. Beide gelten für mich so als das Vorzeige-Paar: Wow … so geht’s auch!

Peters Frau Martina ist gleichfalls eine der wenigen Frauen, die ich wie Peggy immer nur bewundert, aber nie begehrt habe. Sie sagte mir einst, vor vielen, vielen Jahren: „Rolfi, nimm dich vor den Frauen in acht, denn alle Frauen sind irgendwie hinterhältig und gemein. Ich weiß das, denn ich bin selber’ne Frau!“ Wie recht sie hat.

Lange Zeit hinweg hatte ich eine Arbeitskollegin, Simonchen hieß sie, glaub ich. Irgendwann wunderte ich mich, dass mein Kollege und Kumpel Udo, so wie auch andere männliche Kollegen, mitten im Februar abends noch zu ihr zum „Gurken einlegen“ gingen. An einem kalten Wintertag fragte sie dann auch mich, ob ich sei einmal begleiten könne. Das „Gurken einlegen“ sah dann so aus, dass ich zuerst zehn Eimer Kohlen vom Keller bis in ihre Wohnung im vierten Stock schleppen musste, eine halbe Stunde verging mit Holzhacken, dann gab es zwei winzige Gläschen Pfefferminz-Likör und schließlich noch ein ganz klein wenig sehr schlechten Sex.

Antje war auch so lang eine Kollegin von mir, bis sie sich zu Höherem berufen fühlte, sich selbständig machte und Tupperware verkaufte. Antje … blonde Lockenmähne, tolle Oberweite, Hirn wie ein Spatz oder Brachio-Saurus und ihre Kerle häufiger wechselnd, als ich meine Feinripp-Unterwäsche, also manchmal zweimal täglich. Ständig zog sie um, zu irgendwelchen Kerlen, die sie wo aufgerissen hatte. Sie tat mir häufig leid, weil es bei den Kerlen, bei denen sie unterkam, immer so unaufgeräumt und staubig war. Ich dachte, das läge an ihren Kerlen, bis sie dann mal für zwei Wochen auch bei mir „unter kam“. … Geiler, heißer Sex, … aber zum saubermachen und aufräumen kamen wir nie, bis es ihr dann bei wohl bei mir „zu staubig“ wurde. Jahre später, sie wohnte allein und ich holte sie auf ein gemeinsames Wochenende an der Ostsee ab, bemerkte ich, dass sie auch ihre Single-Wohnung einmüllte.

Überhaupt kommt der Schock immer erst hinterher!

Als ich so achtzehn, zwanzig Jahr alt war gingen mein Kumpel Roger und ich oft zur Disco zum “Monster haschen”, wie wir es nannten. Erst betranken wir uns kräftig und dann versuchte jeder von uns die häßlichste “aufzureißen”. Ich weiß noch, wie ich es einmal mit einer auf einer betonierten Tischtennisplatte mitten im Park trieb. Die konnte so wunderbar knuuutschen …! Als ich sie am nächsten Tag wiedersah, wusste ich, ich hatte das “Monster haschen” ein für allemal gewonnen. Sie knutschte deshalb so wunderbar, weil ihre Zähne nur noch aus faulen Stummeln bestanden. Zudem hatte sie ein Holzbein und eine Perücke, und ihr Dackel war blind! Puh!

Meist ist es ja so, dass der “Morgen danach” erst die Ernüchterung bringt, aber man lernt ja dazu und seitdem ich kaum noch etwas trinke, Drogen nehm ich eh keine, gibt es selten mal ein böses Erwachen.

Es ist schlimm, in einem Bett zu liegen und sich zu fragen: “Wie hieß sie gleicht? Wo bist du hier? Haben wir es etwa wirklich getan? Wo ist der Eimer?”

Manchmal braucht man aber auch wirklichen Abstand, um “die Hormone” wieder unter Kontrolle zu bekommen, was ja dann auch ganz gut so ist. Und so entsinne ich mich oft mit grausen.

Christiane zum Beispiel hatte Schuppenflechte. Sie “krümelte”, wo sie immer sie war! Sie “krümelte” im Bett, sie “krümelte” im Flur, sie “krümelte” über dem Kochtopf…. …

Florance dagegen lakierte sich nur zu gern ihre Nägel in knalligem Rot. Das “blätterte” dann manchmal, und so wußte man nie genau, ob in ihrer Tomatensoße wirklich nur Tomaten waren.

Sabine hatte dagegen ein äußerst breites, also ein sehr, sehr breites Becken. Ich hatte mich immer gefragt, warum wir es nur im Dunkeln trieben, bis ich sie eines Tages, ernüchtert durch die vor zweieinalb Jahren vollzogene Trennung, bei einer Veranstaltung mit ihrem aktuellen Kerl antraf. Was für ein Becken! Der ganze Körper klein und schmächtig, aber ihr Becken! Kein Wunder, wenn sie ihre Schenkel nie zusammenbekam.

Christina dagegen war ständig hibbelig. Selbst wenn wir vor dem Fernseher nur kuschelten, hibbelte sie herum. … Und sie konnte reden. Stunden, Tage, Wochenlang konnte sie ununterbrochen reden!

(verstellte Stimme ) “… und dann hat Beate, die zweitjüngere Schwester meiner Mutter zu Kirsten gesagt, sie soll doch mal einen Schuß von dem Saure-Gurken-Wasser mit in den Kartoffelsalat geben. Und dann hat Peter gesagt …”

Wer zum Teufel ist Peter?”

Rolf, was soll das jetzt? Ich erzähle dir seit zwei Stunden, wie man einen ordentlichen Kartoffelsalat macht und du fragst mich nach Peter?”

Katrin legte vor dem zu Bett gehen immer, wie sie es sagte “ihr Geschmeide” ab. Tat sie es mal nicht, gab es in der Nacht keinen Sex!

Monika sah hingegen ständig aus, wie ein “behängter Weihnachtsbaum”, wie ich mich ausdrückte. So ein Nena-Verschnitt aus jungen Jahren. Ihre oftmals gewaltigen Ohrgehänge bimmelten und klimperten bei jeder ihrer Bewegungen und manchmal brachten sie mich deshalb auch einfach aus dem Takt. Seitdem mache ich um “Weihnachtsbäume” meist einen großen Bogen.

Dass Mariechen knapp zehn Jahre älter war, als ich ich, sah ich ihr erst an, als ich bereits, viele Jahre nach unserer, durch sie inszenierten Trennung, weit über vierzig war und wir uns im OKB versehentlich über den Weg liefen. Mein Gott, sie musste nach mir nochmals mächtig gelebt haben. Ihr Gesicht war zernittert, ihre Hände schrumpelig, der Glanz ihrer Haare dahin, das Funkeln in ihren Augen verloschen. Damals, als wir uns liebten, wachte ich am “Morgen danach” gern neben ihr auf, denn sie war auch dann noch schön, trotz zerzaustem Haar und trotz blätterndem Make-Up’s. Und hier sah ich nun im OKB ein knitteriges Monster. Und ich war froh, dass sie sich damals von mir getrennt hatte.

Meine Geliebte Inka wiederum hatte einen echten Putztick. Vor dem Sex mussten wir duschen, nach dem Sex mussten wir duschen, kein Sex ohne duschen oder, noch besser, ein Vollbad. Beim Essen in ihrer Küche fegte sie ständig Krümel zusammen. Ihre Auslegware im Schlafzimmer bestand sinniger Weise aus dunkelblauem Nadelfilz, auf dem man jede Hautschuppe, jedes ausgefallene Haar sofort sah. Ich erwachte am Tag danach nie neben ihr, weil sie bereits Stunden vorher, spätestens aber ab morgens um fünf, mit ihrem Staubsauger zugange war. Mh, was für ein alltäglicher Schauder, wenn man sich nochmals nach der Geliebten im Bett ausstreckt, aber statt dessen ein Staubsauger neben einem aufjault.

Bei meiner Kollegin Steffanie hingegen musste man abends nach dem Sex auf ihrer Couch im Wohnzimmer schnellst möglich verschwinden. Wenn ich, selten, doch mal über Nacht bei ihr blieb, sah ich am nächsten Morgen, wenn sie vor mir aufstand, wie sie sich ihr Make up zentimeter dick auf ihr Gesicht spachtelte. Nachts verrutschten ihre angeklebten Wimpern. Neben dem unvermeidlichen Wasserglas auf ihrem Nachttisch lagen immer angebrochene Packungen von Kukident Haftcreme und andere mysteriöse Dinge, über deren Bedeutung ich lieber nicht nachdachte.

Nadja nun wieder mischte irgendwelches Zeugs in den Tabak ihrer Zigaretten, die sie immer rauchte, bevor wir miteinander schliefen. Diese “Zusätze” baute irgendeiner ihrer Nachbarn in seiner Wohnung unter Rotlicht an. Manchmal ging sie “vorher” auch zum “eine Rauchen” zu ihm hinüber und kehrte dann die halbe Nacht oder länger nicht heim, bis ich dann nicht mehr zu ihr zurückkehrte.

Ich kann mir diesen ganzen Stress künftig ersparen, indem ich Tina einfach nicht mehr kennenlerne!

Verstellte Stimmen:

Sie: “Schatz, warum liegen die Socken neben deinem Sessel?”

Er: “Mein Gott, weil ich sie ausgezogen habe!”

oder

Sie: “Ich weiß wirklich nicht, ob es so gut für dich ist, noch in meinem Bett zu sein, wenn Udo kommt!”

oder

Er: “Mh, lecker die Pilze! Woher hast du das Rezept?”

Sie: “Aus einem Tatort-Krimi!”

oder

Sie: “Schatz! Kannst du mir mal helfen? Ich komm hier in diese Parklücke nicht rein!”

Er: “Du willst in die kleine Lücke?”

Sie: “Ja, natürlich!”

Er: “Aber die ist doch einen Meter zu kurz!”

Sie: “Aber du hast mir selber mal gesagt, es kommt nicht auf die Größe sondern auf die Technik an!”

oder

Sie: “Fängst du bald an?”

Er: “Was meinst du wohl, warum ich so keuche!”

Ich brauche kein angebranntes Fleisch: “Mh – lecker Schnitzel!” zu titulieren.

Ich kann mir in Ruhe “Pretty Woman” anschauen und dabei Julia Roberts als “Geile Schlampe” bezeichnen.

Auf der Record-Release-Party von SAMT kann ich mit Pam schnackseln, ohne mir eifersüchtige Blicke von Tina einzuheimsen.

Ich darf “Vom Winde verweht” sehen und dabei nach herzenslust heulen.

Ich trage zu hause jeden zweiten Tag mein knitteriges, ausgefranztes, farbverwaschenes Lieblings-T-Shirt und meine Feinripp-Unterwäsche und wenn es draußen richtig kalt ist gar “Lange Männer” oder “Liebestöter”.

Das Lachen brauche ich mir wirklich nicht zu verkneifen, weil mich keine Tina in ihrem, so komisch an ihr wirkenden, Negligee “überrascht”.

Mit Peggy und Marco kann ich in Ruhe Skat spielen, ohne beim Reizen gefragt zu werden: “Ist es gut, wenn man drei Buben und vier Asse hat?”

Ich trinke nun mal gerne Kaffee kurz vor dem Schlafen gehen.

Wenn ich fünf Minuten vor Beginn der Vorstellung im Theater sein will, reicht es, wenn ich nur fünf Minuten vor dem losgehen meinen Anzug aus dem Schrank zerre und mein Kinn nochmals kurz in Rasierwasser tunke.

Ich trinke alkoholfreies Bier ohne abschwertende Blicke von ihr zu bekommen.

Die Porno-Sammlung liegt offen auf meinem Nachttisch.

Die Haare trage ich deshalb so kurz, weil Stoppeln eine überaus praktische und pflegeleichte Frisur sind, die ich mir jederzeit allein nachschneiden kann.

Zur Theater-Vorstellung von Ulrike Düregger kann ich gehen, ohne vorher haarklein erklären zu müssen, dass Uli und ich uns schon seit Jahren nur als gute Kumpels kennen.

Ich brauche Tina im Sommer keine glibberige Sonnencreme über ihre fettige Haut auf dem Rücken zu matschen, weil es Tina einfach nicht gibt!

Deshalb brauche ich auch nicht mit ihrem Vater und ihrem Sohn über Auto-Tuning und Heimwerkern zu fachsimpeln. Ich kann es eh nicht!

Der urwüchsige Rock’n Roll der Rolling Stones ist etwas anderes, als das Gewimmer von Robbie Williams oder “Take That”.

Hohes Fieber hat man bereits bei 37,1 ° Celsius und gehört damit sofort ins Bett, wo man dann Schokoladenpudding und Griesbrei schlürft.

Die Fische in meinem Aquarium gehören verschiedenen Arten an, die ich alle nicht kenne. Namen haben die einzelnen Fische bei mir nicht. Es reicht wenn sie auf “Na, ihr wilden Bestien!” nach lebenden Mückenlarven schnappen.

Auf meinem Balkon wachsen keine Tulpen, denn einfache, undekorative, praktische Küchen-Kräuter genügen.

Es ist egal, was ich zu hause anziehe, ich seh mich schließlich nicht.

Jacken haben praktisch zu sein. Man muss in ihnen dem Wetter trotzen und wenigstens einen halben Wochenend-Einkauf in ihnen unterbringen können, denn wie gesagt, ich seh mich darin schließlich nicht.

Navigationssysteme sind purer Unfug! Der wahre Mann verfährt sich erstmal und orientiert sich dann nach Sonne, Mond und Sternen, denn wir waren früher alle mal Cowboy’s, Pfadfinder und Indianer und wissen, dass einzeln stehende Bäume auf der Nordwestseite am stärksten bemost sind, dass die Sonne Mittags im Süden steht und Wasser immer zum Meer fließt.

Was Tinas Nichte gesagt, getan oder nicht getan hat, ist mir genauso egal, wie die Masern von ihrem Hamster!

Die Allheilmittel für normale Krankheiten wie Husten, Grippe, Wadenkrämpfe sind ein starker Grog und ein Teller Milchreis mit Zucker und Zimt!

Ich besuche zu Weihnachten nur deshalb meine Familie, weil meine Mutter noch immer den besten Gänsebraten macht. Tina fehlt zu sowas einfach die Erfahrung!

Das Internet ist nicht zum Chatten da, sondern um sich mit Informationen zu versorgen oder um, per E-Mail, Informationen schnell und praktisch zu versenden. Nur Weicheier chatten.

Der tolle Füllfederhalter, ein wirklich teures Stück, mit Liebe von Tina geschenkt, fristet sein trauriges Dasein unangetastet in seinem, teuren, Leder-Etui. Zu schade zum benutzen und außerdem, ein billiger Bleistift schreibt schließlich immer und überall, auch draußen am Mann getragen bei starkem Frost, ob auf Papier, Plastikhülsen, Stein oder Holz.

Mir reichen zwei Hosen für den Winter, eine für täglich und eine ordentliche.

Aldi ist nicht wirklich billiger als Penny oder Plus!

Die Gemüse-Sonderangebote im Supermarkt sind nur Lug und Trug! Billiger bekommt man es immer auf dem Wochenmarkt!

Ich putze die Wohnung am liebsten mit Spiritus, Essigessenz und billigem Now-Name-Neutralreiniger. Biff, Baff, Oxygene-Clear und Meister Proper sind nur giftige Chemie-Bomben!

Wozu braucht man Nivea-Creme und Body-Lotion, wo es doch Melkfett gibt?

Ja, der Fernseher läuft bei mir schon morgens um neun, denn ich will per Tagesschau SEHEN, was in der Welt los ist.

Die Fahrkarten kaufe ich nur deshalb am Schalter und nicht am Automaten, weil ich Arbeitsplätze erhalten will.

Maggie kommt bei mir nicht in die Tüte, denn die verwenden Gen-Mais!

Die Freiland-Erdbeeren aus Werder schmecken nun mal einfach besser.

Und aus der reichlichen Pflaumenernte im Garten meines Bruders mache ich nicht Pflaumen-Mus oder Pflaumen-Saft, sondern ich setze sie mit starkem Branntwein zu Rumtopf an.

Ich pinkel nun mal im Stehen, schließlich reinige ich das Bad ja auch selbst!

Luftgitarre kann man nunmal wirklich nicht zu zweit spielen.

Raumschiff Enterprise ist keine Fiction sondern ein reeller Weg, die menschliche Zukunft positiv zu gestalten. Eine gute Jazz-CD ist noch immer interessanter, als die neuesten Bravo-Hits und Thomas Gottschalk ist nur ein Flachwichser!

Unter anderem deshalb will ich Tina nicht kennenlernen. All dies sind Gründe, um mit Tina noch nicht einmal beim ersten male auszugehen. Ich kann auf MEIN Gefühls-Chaos, wenn ich mich frisch verliebe, auf MEINE Eifersucht, auf MEINE Depressionen bei der Trennung, nur zu gerne verzichten! Lasst mich doch einfach mit Beziehungskisten in Ruhe! So ist das mit …. Tina.

Und nur eines werde ich deshalb wohl nie verstehen: Weshalb Frauen beim Ausgehen immer mindestens zu zweit auf die Toilette gehen.

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„Pommes rot – weiß“ 21.Juli

In Radiosendungen on Juli 19, 2013 at 11:00 am

die 126.Ausgabe meiner Sendung „Pommes rot – weiß“ auf http://www.rockradio.de

gibts am Sonntag den 21.Juli  2013 wieder ab 18.00 Uhr

Heute wieder eine an sich ganz normale Ausgabe der Sendung.

Aber was ist bei mir schon „normal“?

u.a. mit

Beatles – live at the BBC

Sommer zwischen Backhaus und See – Erinnerungen

Film-Tipp: Topas

Führungen am 20. + 21.Juli

In Kiezspaziergänge on Juli 17, 2013 at 9:27 am

… mit einem Urberliner unterwegs …

  • „Sommer vor’m Balkon – Samstag ab 14:00 Uhr – Treffpunkt: Vor der “Meldestelle” in der Pappelallee 1 – Ecke Schönhauser Allee – es geht in den Helmholtzkiez
  • Weltkulturerbe Taut-Viertel am  Sonntag – Treffpunkt 10 Uhr gegenüber vom S-Bf. Greifswalder Str. in der Supermarktauffahrt – einmal quer über das ehemalige Gaswerksgelände bis zur Ecke Greifswalder / Danziger Str.
  • Kollwitzkiez am Sonntag – Treffpunkt  14.00 Knaackstr / Danziger Str – es geht in den Kollwitzkiez hinein – geendet wird am U-Bf. Senefelder Platz

Kosten: Spende in den Hut!

alle Touren ohne Anmeldung!

OKbeat – die Kultsendung

In Radiosendungen on Juli 17, 2013 at 9:25 am

am 18.Juli um 13 Uhr bei „alex auf 88vier“

zu Gast ist der Musiker Holger Saarmann

Eine Playlist von mir gibt es heute wegen des Musikers nicht, weil ich nicht weiß, was er spielen wird.

Eingerahmt wird Holger Saarmann von mir durch Musik aus der Sparte „Salsa Cubana“!

Co-Moderation der Sendung: Alexandra Wolff

OKbeat-Praktikant: Michael Fielsch